Frank Wiesner berichtet über Verkehrssituation im Bezirk

Neugraben-Fischbek. Im Restaurant „Zur Börse“ haben sich am heutigen Abend rund 20 Bürgerinnen- und Bürger eingefunden, um den Verkehrsexperten Frank Wiesner zu aktuellen verkehrspolitischen Themen aus der Süderelbe-Region zu befragen. Das besondere Format der vom Verein Süderelbe-Aktiv e.V. und Aktuelles aus Süderelbe initiierten Veranstaltung ermöglicht dabei einen richtigen Dialog und mehrfaches Nachfassen.

Wie bestellt war das Einstiegsthema durch ein Ereignis vom selben Tage geprägt. Am frühen Morgen waren wichtige Arbeiten auf der A7 im Bereich des Elbtunnels nicht rechtzeitig fertiggestellt worden. In der Folge kam es durch nur eine verfügbare Fahrbahn zu Rückstaus von mehr als 10 Kilometer länge. Alle Zufahrtstraßen aus dem Hamburger Umland waren überfüllt. Verkehrsteilnehmer berichten von Fahrzeiten von bis zu 2 Stunden, anstelle von 30 Minuten. Das dies nicht die Ausnahme ist, sodern vielmehr die Regel, darüber waren sich die meisten Teilnehmer einig.

Verkehrstechnisch ist der Bezirk Harburg aber nicht nur auf der Straße am Ende, sondern auch im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs. Es knackt und kracht förmlich an allen Ecken und Enden. Dabei sind viele Probleme darin begründet, dass man in früheren Jahren die Weichen nicht gestellt hatte, ja man muss in Teilen auch sagen, da sind Sachen schlichtweg nicht ernst genommen oder gar nicht erst in Erwägung gezogen worden. Jetzt kommen alle Dinge auf einmal, was letztendlich auch zu Mangeln an Fachkräften auf den Baustellen führe.

Die Brückenschäden der Elbbrücken, die Baustellen an der Neuländer Straße und der Hannoverschen Straße, die Sperrung der Autobahnabfahrt Wilstorf und des Ehestorfer Heuwegs oder die Sperrung des Moorburger Elbdeichs oder der Dauerbrenner A7: Die Harburger haben das Gefühl bei hochgezogener Brücke im Burggraben rum zukurven.

Wiesner erläuterte die Hintergründe der Planungen und Entscheidungen, wobei er auf seine berufliche Expertise als Verkehrsplaner im Landkreis Stade zurückgreifen konnte. Inhalte aus einigen Dialogen mit Bürgern konnte er dabei trotzdem noch genügend mitnehmen. So wuchs bei den Teilnehmern das Verständnis für die eine oder andere Situation und sie konnten in vielen Aspekten einen Fürsprecher in der Harburger Politik gewinnen.

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